Mietkautionsbürgschaft

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Mietkautionsbürgschaft: Flexibel wohnen ohne Kaution auf dem Konto.
Wer eine Wohnung mietet, muss in der Regel eine Kaution von bis zu drei Monatskaltmieten hinterlegen. Das bindet Kapital – oft genau dann, wenn man es am wenigsten entbehren kann. Die Lösung: eine Mietkautionsbürgschaft. Statt Geld zu überweisen, stellt eine Bank oder Versicherung dem Vermieter eine Bürgschaft aus.

Was auf den ersten Blick praktisch klingt, will gut verstanden sein. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um die Mietkautionsbürgschaft – Vorteile, Nachteile, Kosten und Anbieter.


Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?

Eine Mietkautionsbürgschaft ist eine Alternative zur klassischen Barkaution. Dabei übernimmt eine Bank oder Versicherung die Funktion des Bürgen: Kommt es zu Schäden oder Mietrückständen, kann der Vermieter den Bürgschaftsgeber in Anspruch nehmen.

Beteiligte:

  • Mieter: schließt Bürgschaftsvertrag ab, zahlt jährliche Gebühr
  • Vermieter: erhält eine Bürgschaftsurkunde statt Bargeld
  • Bürge (z. B. Bank/Versicherung): garantiert im Ernstfall die Zahlung

Wie funktioniert eine Mietkautionsbürgschaft?

  1. Mieter beantragt die Bürgschaft bei einem Anbieter (z. B. online)
  2. Bonitätsprüfung durch den Anbieter (oft Schufa-basiert)
  3. Bürgschaftsurkunde wird ausgestellt und dem Vermieter übergeben
  4. Mieter zahlt jährliche Prämie (z. B. 4–6 % der Bürgschaftssumme)

Wichtig: Die Bürgschaft ist keine Versicherung gegen Schäden – der Mieter haftet weiterhin selbst.


Vorteile der Mietkautionsbürgschaft

VorteilErklärung
Kein Kapital bindenDu musst keine Tausende Euro hinterlegen
Schnelle AbwicklungMeist in 24–48 Stunden online abgeschlossen
Akzeptiert wie BarkautionGleichwertig zur Kaution bei den meisten Vermietern
Flexibel kündbarBei Auszug oder Rückgabe der Bürgschaft
Liquidität bleibt erhaltenIdeal bei Umzug, Möbelkauf, Nebenkosten

Nachteile und Risiken

NachteilErklärung
Jährliche Kosten4–6 % der Kautionssumme als Gebühr – kein Rückzahlungswert
Mieter haftet vollBürgschaft bedeutet: du zahlst im Schadenfall an den Anbieter zurück
Nicht jeder Vermieter akzeptiert esVorher klären, ob Bürgschaft akzeptiert wird
Bonität erforderlichSchlechte Schufa = Ablehnung wahrscheinlich

Was kostet eine Mietkautionsbürgschaft?

Die Kosten hängen vom Anbieter und der Bürgschaftssumme ab.

Beispielrechnung:

  • Kaltmiete: 800 €
  • Kaution: 2.400 €
  • Gebühr (5 %): 120 € pro Jahr

Hinweis: Manche Anbieter bieten monatliche Zahlweise, andere auch Rabatte bei längerer Laufzeit.


Anbieter im Vergleich (Deutschland/Österreich)

AnbieterJahresgebührBesonderheiten
Deutsche Kautionskasseca. 4,7 %Viele Partner-Vermieter
Basler Mietkautionca. 5,25 %Auch als Business-Bürgschaft
Kautionsfrei.deca. 5,25 %Onlineabschluss in 2 Minuten
Moneyfixca. 4,5 %Schufa-neutral
Österreich: ÖRAG, Zürich, KSVauf AnfrageBei größeren Objekten üblich

Voraussetzungen für den Abschluss

✅ Volljährigkeit
✅ Fester Wohnsitz in Deutschland / Österreich
✅ Ausreichende Bonität
✅ Zustimmung des Vermieters zur Bürgschaft

Tipp: Hole dir die schriftliche Einwilligung des Vermieters, bevor du eine Bürgschaft beantragst.


Kündigung & Rückgabe der Bürgschaft

Eine Mietkautionsbürgschaft endet, wenn:

  • Das Mietverhältnis endet
  • Der Vermieter schriftlich bestätigt, dass keine Ansprüche bestehen

Erst dann bekommst du die Bürgschaftsurkunde zurück – und kannst kündigen. Bis dahin läuft die Gebühr weiter!


Wann lohnt sich eine Mietkautionsbürgschaft?

Lohnt sich…Lohnt sich weniger…
Bei knappem Budget für BarkautionWenn genug Geld für normale Kaution vorhanden ist
Bei kurzfristigem WohnungswechselBei langfristigen Mietverhältnissen mit stabiler Finanzierung
Für junge Menschen ohne RücklagenBei schlechtem Schufa-Score
Für Geschäftskunden / FirmenmieterWenn Vermieter explizit Barkaution verlangt

Alternativen zur Mietkautionsbürgschaft

AlternativeVorteilNachteil
BarkautionKeine laufenden KostenKapitalbindung
KautionssparbuchGeringe ZinsenFormalitäten aufwendig
Kautionskonto bei BankVerzinst, getrennt vom VermögenKaum Flexibilität
Private Bürgschaft (z. B. Eltern)KostenlosNicht immer akzeptiert

Die Mietkautionsbürgschaft ist eine clevere Lösung – aber nicht für jeden

Mit einer Mietkautionsbürgschaft kannst du beim Umzug Liquidität erhalten, unkompliziert deine Kaution ersetzen und schnell einziehen – besonders dann, wenn du dein Geld lieber anderweitig verwenden willst.

Aber: Die laufenden Kosten summieren sich – und im Ernstfall haftest du trotzdem. Ein bewusster Vergleich mit Barkaution oder Sparkonto lohnt sich.

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