Welches Kind liebt keinen Zucker?

Zuckerrausch und Kinderaugen

Welches Kind liebt keinen Zucker?

In letzter Zeit liest man wieder vermehrt über Kinder und Zuckerkonsum.
Ich denke, dass man den Kindern nicht alles verbieten kann was möglicherweise ungesund ist.
Unsere ganze Umwelt ist ungesund, aber:

Heutiger Fabrik-Zucker ist ein reines Fabrikprodukt und von dem ursprünglichen Fruchtzucker im Apfel am Baum ist leider nichts mehr vorhanden. Im Gegenteil, Industrie-Zucker raubt dem Körper Vitamine und Mineralstoffe.

Der Körper wird auch mit Zuckerersatzstoffen belastet. Süßstoffe und Light-Produkte (in denen ja Süßstoffe beigemischt sind) sind absolut leer und verstärken das Hungergefühl. Das liegt daran, dass der süsse Geschmack die Bauchspeicheldrüse anregt.

Foto: http://www.sxc.hu/photo/1385457

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Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat anläßlich des Schulbeginns in Österreich neun fertig befüllte Schultüten aus dem Handel untersucht. In einer einzigen Tüte können bis zu 500 Gramm Zucker versteckt sein. Das ist bei einem angenommenen Zuckerbedarf eines Kindes von täglich maximal 27 Gramm schockierend. Auch die Kalorienwerte waren mit 498 bis 2.310 kcal – letzteres entspricht laut AK neun Hamburgern – astronomisch hoch. Ein Volksschulkind braucht angeblich rund 1.800 kcal.

Aber auch sehr rennomierte Unternehmen, die mit laufend besseren und gesünderen Rezepturen werben halten nicht was sie versprechen.

Nesquik enthält angeblich jetzt noch mehr Vitamine, Eisen und Magnesium. Die Verpackung ist voll mit Hinweisen wie wichtig diese Stoffe  für die Entwicklung von Kindern sind. Auch der Zuckeranteil wurde reduziert. Allerdings beträgt die Reduktion nur gerade 1,3 Gramm pro 100 Gramm Nesquik. Neu sind es (für 100g Pulver) NUR noch 76,7 Gramm, statt wie bisher 78 Gramm Zucker. Heißt das nicht dass auch das „gesunde“ Nesquik zu über Dreiviertel aus purem Zucker besteht?

Der Trost, dass Kinder in südlichen Ländern und vor allem in Mittelamerika noch viel mehr Zucker konsumieren ist keine echte Beruhigung.

Eltern, vergönnt euren Kindern SÜSSES, aber schaut darauf wie viel sie davon konsumieren!

Peter H. – Linz

August 16th, 2013 by