Laminated Object Manufacturing

Ein jeder Mensch kennt mit Sicherheit noch die alten Overhead-Projektoren aus der Schulzeit, mit denen sich die Folien der Lehrer an eine Wand projezieren ließen. Diese Technologie war zwar überaus lehrreich, doch hatte das Medium Folie bislang immer noch ihre Grenzen. Dreidimensionale Objekte ließen sich beispielsweise nicht darstellen, was natürlich die Lehrmöglichkeit extrem einschränkte. Mit der Laminated Object Manufacturing Technologie wurden diese Grenzen jetzt jedoch durchbrochen – es ist nunmehr ein dreidimensionales Objekt komplett aus Papier am Drucker nachzubauen.

Das Laminated Objekt Manufacturing

Mit einem handelsüblichen herkömmlichen Drucker, wie er mittlerweile in fast jedem Haushalt zu finden ist, lässt sich dieses Verfahren selbstverständlich nicht umsetzen. Um das Objekt in dreidimensionaler Form richtig nachzubauen ist eine Anlage erforderlich, die derzeitig mit 65000 Euro nur gewissen Unternehmen zur Verfügung steht. Das Grundverfahren ist dabei relativ simpel erklärt: Zunächst werden die dreidimensionalen Daten des Objekts per Laser erfasst und anschließend setzt dieser Laser die vorhandenen Daten schichtweise auf das Papier bzw. die Folie um.

Um dieses Verfahren zu realisieren müssen die dreidimensionalen Daten, die als CAD-Daten bekannt sind, in das STL-Format umgewandelt, damit sie mittels Stereolithografie im Schichtenverfahren nachgebaut werden können. Bevor sie jetzt für das spezielle Laminated Object Manufacturing umgesetzt werden können ist es entscheidend, dass die vorhanden CAD-Daten um die Schnittlinien ergänzt werden, damit dieses Objekt nach der Fertigung aus der Stützform herausgelöst werden kann.

Mit dem Abschluss des Verfahrens stehen komplette dreidimensionale Anschauungsmodelle zur Verfügung, die sehr häufig Verwendung finden in der Erstellung von Prototypen, die einer jeden Serienproduktion zumeist voraus gehen! Erst kürzlich sorgte ein Unternehmen für weltweites Aufsehen, dass mit dem LOM Verfahren in der Lage war, ein ganzes Wohnhaus per dreidimensionialem Drucker nachzubauen. Die Erwartungen gehen dahin, irgendwann einmal ein wohnfähiges Einfamilienhaus im Drucker zu erstellen und damit serienmäßig den Hausbau komplett revolutionieren zu können!

Juli 29th, 2014 by